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Künstlerische Tätigkeit fördert die Kreativität und die Lernfähigkeit sowie das Selbstbewusstsein und die individuelle Persönlichkeitsbildung. Seit Januar 2009 male ich immer freitags mit den Schülerinnen und Schülern der 6. Klasse mit Wasserfarben. Die Vorbereitungen führe ich jedes Mal mit zwei Kindern durch. Die Kinder kommen aus der Pause herein in die Malstunde und dann wird konzentriert an dem vorgegebenen Thema gearbeitet 45 Minuten lang. Zum Schluss schauen wir gemeinsam mit dem Lehrer, Herrn Alfred Terhorst, die Bilder an. Wenn sie möchten haben die Kinder die Möglichkeit, sich dazu verbal zu äußern, meistens ist es aber so, dass nicht geredet wird, sondern nur geschaut: ruhig hinschauen. Die ersten vier Male waren die gegenseitige Kennenlern-Phase durch die Farben: die Kinder begegneten mir als Leiterin und ich begegnete den Kindern, deren Wesen, Temperamente, Möglichkeiten, Wünsche etc. Die Kinder lernten die Farben kennen: zuerst das pure Blau, danach dann Blau-Gelb, Gelb-Blau und Blau-Rot.
Nach diesen vier Malen kam dann das Rot dazu, das sich sicher dargestellt hat, danach Rot-Gelb. Zum Fasching sind sich die drei Farben Rot-Gelb-Blau begegnet und zum Schluss folgte noch einmal das ruhige, gesammelte Blau. In dieser achten Stunde haben wir auch eine Geschichte vorgelesen, die den Weg beschreibt, den wir malerisch durchschritten haben („Die Königin der Farben“ von Jutta Bauer). Nach dieser recht langen Phase kommen nun aus den Farben die Formen heraus. Unser gegenwärtiges Thema ist der Frühling: Erde und Himmel, Braun und Blau ein Baum kommt aus der Erde heraus, ihm wachsen kleine grüne Blätter, dann kommt die Sonne, Blumen, Schmetterlinge und so weiter. Durch die Arbeit mit und in den Jahreszeiten fühlen die Kinder die lebendigen Gesetze von Entstehung, Verwandlung und Gegensätzlichkeit auf unmittelbare Weise und bereichern ihr Seelenleben. Revital Pohlmann-Okavi..............................................................................BERICHT ALS PDF |