DIE WERKOBERSTUFE - EIN BERICHT

Der Übergang in die Pubertät, in all ihren Facetten, und der Weg hinaus in das Arbeitsleben als erwachsener Mensch, dies sind die großen Themen in der Werkoberstufe unserer Schule.

Die Jugendlichen kommen nach neun Jahren Klassenlehrerzeit, eingebettet in ihre vertraute Klassengemeinschaft, in die Werkoberstufe. Verteilt werden sie auf drei bestehende Klassen, haben die Möglichkeit, verschiedene Werkstattbereiche kennen zu lernen, erleben Volkstanz, künstlerische Kurse, Eurythmie, gemeinsame Klassenfahrten und vieles mehr.

Schwerpunkte unter anderem sind die vielen Fragen, die auch bei unseren Jugendlichen in dieser Zeit entstehen: Wer bin ich, warum bin ich so, welche Möglichkeiten stehen mir nach der Schule zur Verfügung. Liebe und Sexualität bekommen ein neues Gewicht und die Konfrontation mit sich und der Welt, den Erwachsenen, Lehrern usw. bekommt eine neue Dimension. So werden regelmäßig Einzelgespräche und Gespräche in Gruppen zu den verschiedensten Themen angeboten. Mit erstaunlicher Fragenvielfalt tritt uns der junge Mensch hier entgegen. In der Regel bietet auch die Auflösung des bisherigen Klassenverbandes die Möglichkeit, sich innerlich zu öffnen, alt angewöhntes zu verlassen und sich ein ganz neues Terrain zu erobern.

Im Epochenunterricht versuchen wir für die Jugendlichen ein Interesse für die Welt zu entwickeln – Biografiearbeiten, Naturwissenschaften, Sprachen, Geschichte, Tagesgeschehen und vieles mehr. Die Schüler sollten die Vielfalt der Welt entdecken und gleichzeitig den oft engen Blick auf sich selbst etwas erweitern. Das Schüler-Lehrer-Forum – einmal in der Woche – bietet die Möglichkeit, Themen und Anliegen der Schüler gemeinsam zu besprechen, ebenso wie aktuelle Geschehnisse in der Welt.

Ein weiterer großer Schwerpunkt liegt in der Gestaltung der Arbeitsbereiche. Was bedeutet Arbeit? Lust und Unlust werden korrigiert durch die Notwendigkeiten der Arbeit, bzw. durch die Werkstücke. So versuchen wir in allen Werkstätten den richtigen Umgang mit verschiedensten Werkzeugen zu üben, wobei der Prozess, bzw. die richtigen Arbeitsschritte im Vordergrund stehen und nicht das Endprodukt. Ist dies auch gelungen, wird die Arbeit dadurch noch gekrönt. So gehört der Weg vom unbearbeiteten Werkstoff, der unbearbeiteten Erde bis zum fertigen Ergebnis in überschaubaren, nachvollziehbaren Schritten fest dazu. In den Bereichen Garten, Schmiede, Holz, Hauswirtschaft, Leder, Küche und Ton bieten wir allen Schülern die Möglichkeit, Erfahrungen mit den unterschiedlichsten Werkstoffen, Werkzeugen und Arbeitsschritten zu sammeln, um so gut wie möglich vorbereitet in die Arbeitswelt einzusteigen.

Ein weiterer Schwerpunkt, den alle Schüler der Werkoberstufe unmittelbar erleben, ist die Situation der Schulabgänger. Verschiedene Praktika werden gemacht, wo soll es nach der Schule hin-gehen, wie ist es mit meinen Möglichkeiten im Verhältnis zu meinen Zukunftsträumen? Die Jahresarbeiten sollen so eigenständig wie möglich gestaltet und vorgezeigt werden und das große Abgängerschauspiel wird einstudiert und aufgeführt. Vielerlei Themen ranken sich um die Situation der Abgänger und bedürfen so mancher begleitender Gespräche für Schüler und Eltern.

BERICHT ALS PDF::;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;;::::Kollegium der Werkoberstufe