NEUE UFER - DIE WERKOBERSTUFE MACHT SICH AUF DEN WEG

Seit langer Zeit werden auf den Regionaltagungen unserer heilpädagogischen  Einrichtungen, in Arbeitskreisen und auch an unserer Schule Tendenzen beobachtet und ausgesprochen, die u. a. Fragen an die Unterrichtsgestaltung speziell für Jugendliche und deren zukünftige Lebens- und Arbeitsmöglichkeiten aufwerfen.

Verändert sich das Bild unserer Schüler? Was fordern sie von uns und wo liegt ein zusätzlicher Förderbedarf neben dem alltäglichen Unterrichtsgeschehen. Steigende Akzeptanz von Fortbildungsangeboten zu den Themen Psychiatrie / Heilpädagogik, ADHS, Kindesmissbrauch, Gewalt, Verwahrlosung und anderen bestätigen die Aktualität dieser Fragen. Übungsfelder müssen gestaltet werden, um bereits in der Schule vermehrt soziale Kompetenz zu erwerben und Erlebnisse für den Einzelnen zu schaffen, die für den außerschulischen Bereich transferfähig werden.

Die Fortführung unserer alten Unterrichtsgewohnheiten erschien uns besonders für die angehenden Erwachsenen in der Werkoberstufe nicht mehr ratsam. Es wurden daher für das neue Schuljahr die Klassen so zusammengestellt, dass die jungen Menschen nach ihrem individuellen Förderbedarf zusammengefasst wurden. Es entstanden in der Folge drei recht unterschiedliche Klassen.

Unsere Klasse versucht, neben dem Hauptunterricht, außerhalb der Schulräume Lernprojekte durchzuführen. Nach den Sommerferien absolvierten die Jugendlichen mehrtägig einen Segelkurs auf dem Westensee. Für ein Arbeitsprojekt in unserem Ferienhaus in Missunde arbeitete und lebte die Klasse fast eine Woche zusammen.

Praktikumsmöglichkeiten und Arbeitstage unter anderem bei einer großen Kieler Schiffswerft sind angefragt, aber noch nicht zugesagt worden. Leider ist es nicht einfach, Betriebe zu finden, die derlei Möglichkeiten anbieten. Über entsprechende Angebote würden wir uns daher sehr freuen.

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